Schnüdel bekommen Sieg aberkannt * Kickers ziehen statt Schnüdel ins Viertelfinale des Toto Pokals ein * 23 Tage bis zur Landtags- und Bezirkstagswahl * Bilder unter "Bildergalerie"
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Stefan Funk für Sie im Bezirkstag Unterfranken





AKTUELLES


Kickers Würzburg siegt am Grünen Tisch

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat das bayerische Toto-Pokal-Achtelfinale zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem FC Würzburger Kickers zugunsten der Rothosen umgewertet. Die Kickers treten nun im Viertelfinale in Illertissen ran.
Das Achtelfinale hatte Drittligist Kickers Würzburg beim Regionalligisten in Schweinfurt 1:3 verloren. Schweinfurt hatte in dieser Partie jedoch nur drei statt der vier erforderlichen U-23-Spieler im Kader. Daraufhin legten die Kickers Einspruch gegen die Spielwertung ein. Dem Einspruch wurde nun stattgegeben.


20.09.2018 13:03:48


Architektur ist eine Gesellschaftliche Notwendigkeit

Den mit insgesamt 150.000 Euro dotierten „Förderpreis der Kulturstiftung des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz“ hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel im Tagungs- und Kulturzentrum Schüttbau in Rügheim (Landkreis Hassberge) an die Eigentümer der in diesem Jahr ausgezeichneten sechs Gebäude überreicht. Den Preis teilen sich Simone und Dr. Bernd Vierneusel für die Sanierung eines Bauernhofs im Hofheimer Ortsteil Rügheim (Landkreis Hassberge), Anja und Dr. Axel Schnabel für die Renovierung des so genannten Templerhauses in Kleinwallstadt (Landkreis Miltenberg), Christine und Dr. Klaus Wehe für die Instandsetzung eines Bauernhofs in Herbstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld), Michael Mößlein für die Sanierung des ehemaligen Stiftshofs in Gerolzhofen (Landkreis Schweinfurt), die Stadt Aschaffenburg für die Fortentwicklung der ehemaligen Jesuitenkirche und des Jesuitenkollegs in Aschaffenburg sowie die Bürgerbräu Projektentwicklungs GmbH & Co. KG für die Revitalisierung der ehemaligen Brauereigebäude in der Frankfurter Straße in Würzburg.

Dotzel, der auch stellvertretendes Mitglied im Landesdenkmalrat ist, sagte in seiner Laudatio, Architektur bestimme zu einem entscheidenden Teil unseren Alltag. „Wenn wir nicht gerade einen Spaziergang machen oder uns aus sonst irgendeinem Grund im Freien aufhalten, spielt sich alles Wesentliche in Häusern ab.“ Ohne Übertreibung lasse sich feststellen, dass die menschliche Zivilisation ohne Bauwerke gar nicht denkbar wäre. „Architektur schafft den Rahmen, in dem wir leben.“ Deswegen sei Architektur weder Luxus noch Dekoration. Architektur sei vielmehr eine gesellschaftliche Notwendigkeit.

Wegen der großen Bedeutung des Denkmalschutzes unterstütze der Bezirk Unterfranken seit 2002 die Erhaltung historischer Bausubstanz mit einem Förderpreis, so Dotzel weiter. Jedes Jahr würden sechs herausragende Objekte aus den neun Landkreisen und den drei kreisfreien Städten Unterfrankens mit jeweils 25.000 Euro gefördert. Insgesamt vergebe der Bezirk Unterfranken 150.000 Euro. Der Förderpreis des Bezirk Unterfranken zähle mit dieser eindrucksvollen Summe zu den höchstdotierten Denkmalpreisen in ganz Deutschland.

Sinnvolle Nutzung historischer Gemäuer

Zum ehemaligen Stiftshof in Gerolzhofen, der 1525 im Bauernkrieg zerstört und erst 1603 unter Fürstbischof Julius Echter neu errichtet wurde, erklärte Dotzel: „Für den heutigen Eigentümer Michael Mößlein war die Sanierung ein wahres Herzensanliegen – beim Stiftshof Gerolzhofen handelt es sich nämlich um sein Elternhaus!“ Entsprechend engagiert habe Michael Mößlein das Projekt in Angriff genommen. Die im Lauf der Jahrhunderte verbauten Grundrisse seien auf die ursprünglichen Raumstrukturen zurückgeführt worden, wodurch drei attraktive Wohneinheiten entstanden seien. Im Innenhof habe man einen jüngeren Anbau entfernt, so dass der Treppenturm wieder voll zur Geltung komme. Aus Sicht der Jury habe mit dem Stiftshof „das Ensemble Gerolzhofen einen weiteren Schatz wiedergewonnen, der die reiche Geschichte der Stadt bezeugt und das historische Ortsbild nachhaltig belebt“, zitierte der Bezirkstagspräsident.

Landrat Wilhelm Schneider (Landkreis Hassberge) lobte in seinem Grußwort den Schüttbau als Vorzeigeprojekt, an dem sich zeige, wie lohnend Investitionen in historische Bausubstanz seien. So gesehen sei das Tagungs- und Kulturzentrum in Rügheim ein idealer Veranstaltungsort für die Vergabe des Denkmalpreises. Der Landkreis Hassberge sei außergewöhnlich reich gesegnet mit Burgen, Schlössern, Adelssitzen oder Klöstern. Auf insgesamt rund 2.500 Einzeldenkmäler komme der Landkreis – drunter so herausragende Objekte wie die Ritterkapelle Haßfurt, die zu den wichtigsten spätgotischen Bauwerken ganz Unterfrankens zählt.

Bezirksrat Stefan Funk freute sich, dass der Bezirk mit seinem Preis einen Anreiz schafft, dass alte historische Gebäude auch eine Zukunft haben.


19.09.2018 14:25:34



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